Sebastian Schunke – Rechtswissenschaftler, Jazzpianist, Komponist
Audio | 21.08.2026 | Dauer: 00:31:41 | SR kultur - (c) SR
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Wenn Sebastian Schunke über sein Leben spricht, dann spürt man vor allem eines: eine große Zerrissenheit. Das Klavier, in Bands spielen, das war schon als Teenie sein Ding. Aber genug Auftritte haben, um davon zu leben und eine Familie zu gründen? Das war ihm zu unsicher. Und dann war da noch sein Vater, der Richter, und die Stimme der Vernunft.
Also hat er doch erst mal Jura studiert, bis er in New York während eines Praktikums beim Generalkonsulat kopfüber in die pulsierende Jazzszene gestolpert ist. Spätestens da war klar: ohne Musik als Beruf geht’s für ihn nicht. Also hat Sebastian Schunke in Berlin sein Referendariat absolviert und parallel Musik fertig studiert. Musste sich aber lange verleugnen. Den Juristen hat er sein Musikstudium verschwiegen, und umgekehrt – aus Angst.
Heute mit Anfang 50, ist er endlich da, wo er immer sein wollte. Als Professor mit Schwerpunkt Urheber- und Musikrecht unterrichtet er angehende Juristen, komponiert und spielt als Jazzpianist seine eigene latin-basierte Musik und unterrichtet angehende Jazzmusiker:innen. Und fühlt sich endlich angekommen.
Über den langen Weg zur doppelten Berufung hat Podcast-Host Gabi Szarvas mit Sebastian Schunke für die 29. Folge von Spot Off gesprochen.
Unser Podcast-Tipp: https://kurz.sr.de/Schicksal
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