Für Kinder: Emma und Papa: Das mit den Wundern
Audio | 01.03.2026 | Dauer: 00:01:43 | SR kultur - (c) SR
Themen
„Papa, hast du eigentlich schon mal ein Wunder gesehen?“ Emma baumelt mit den Beinen am Küchentisch. Der Papa hält inne. „Du meinst mit Zauberstab und Kaninchen?“ Emma schüttelt den Kopf. „Nee, so echte. Wie in der Bibel.“
Der Papa setzt sich. „Echte Wunder sind oft leiser, Emma. Es sind Momente, in denen sich etwas Aussichtsloses plötzlich zum Guten wendet. Wenn man wieder Kraft kriegt, weil jemand im rechten Augenblick das Richtige tut.“ Emma zieht die Stirn kraus. „Versteh ich nicht.“
„Erinnerst du dich an den Krach mit Lea?“, fragt Papa. „Alle in der Klasse waren gegen dich. Aber dann kam Sophia, hat dir Mut gemacht und dich unterstützt. Dass ihr euch versöhnt habt, obwohl es unmöglich schien – das war wie ein Wunder.“ Emma nickt langsam. „Und bei Oma? Als sie so krank war?“ „Ja“, sagt Papa leise. „Dass sie von der Intensivstation zurückkam, war ein kleines Wunder. Aber das größte Geschenk war ihre Lebensfreude danach. Dass ihr noch diesen Urlaub zusammen hattet, obwohl sie wusste, dass sie bald sterben muss. Das war Kraft, die von woanders kam.“
Emma rührt in ihrem Kakao. „Also muss man die Wunder suchen wie Spuren?“ „Genau, Emma. Geh einfach neugierig durch die Welt. Gott schickt uns immer wieder solche Lichtblicke.“
Weitere Informationen zum Beitrag
Zur Homepage